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Städtebauförderung: Städte und Gemeinden baulich ertüchtigen

Herdecke: Attraktive, integrierte Quartiere und bezahlbaren Wohnraum ermöglichen

Die Aktivierung von Baulandpotenzialen erfordert häufig einen Blick über die einzelnen potenziellen Baugrundstücke hinaus. Ganzheitliche Standortentwicklung, die städtebauliche Defizite im Umfeld in den Blick nimmt und beseitigt, verstärkt die positiven Impulse, die aus der Entwicklung neuer  Baugebiete für die angrenzenden Bestands- Quartiere entstehen können. Wohnraumförderung und Städtebauförderung  können dabei als sich ergänzende und einander flankierende Förderinstrumente eingesetzt werden.

Das Stadterneuerungsgebiet in Herdecke umfasst den zentralen Innenstadtbereich zwischen Bahnhof und Ruhr. In den Jahren 2005 bis 2014 hat die Stadt 3,1 Mio. € Fördermittel aus dem Programm Stadtumbau West erhalten, um zwei Brachflächen zu entwickeln und die dazwischen liegende Innenstadt mit diesen über städtebaulich aufgewertete Straßen, Wege und Plätze zu verbinden.

Besondere Herausforderung:

Im zentralen Innenstadtbereich Herdeckes zwischen Bahnhof und Ruhr bestand mehrfacher Handlungsbedarf: Erforderlich waren:

  • Aufwertung des öffentlichen Raumes in  der  Innenstadt
  • Sicherung der Nahversorgung in der Innenstadt
  • Aufwertung des Stadteingangs am Bahnhof
  • Neue Nutzungen für Innenstadtnahe Brachflächen
  • Potenzial des Ruhrtals nutzen
     

Standorte – Ausgangslage und neue Nutzung:

  • Westfalia-Fläche wird hochwertiges, gemischtes Stadtquartier: Der 10 ha große, ehemalige Standort eins Unternehmens für Melk-, Milch- und Viehtechnik in unmittelbarer Lage an der Ruhr wurde mit Mitteln der Städtebauförderung von der Stadt erworben (inkl. grünes Ruhrvorland), erschlossen und mit privaten Investitionen entwickelt. Entstanden ist ein hochwertiges Stadtquartier für Einzelhandel, Dienstleistung und Wohnen in funktionaler Ergänzung zur direkt angrenzenden Innenstadt.
  • Alter Steinbruch / hinteres Bahnhofsumfeld wird innerstädtisches Wohnquartier: Die Stadt Herdecke hat das ehemalige Steinbruchgelände hinter dem Bahnhof samt Bahnhofsgebäude und angrenzenden Flächen mit Mitteln der Städtebauförderung erworben, aufbereitet und über einen städtebaulichen Wettbewerb durch private Investoren in mehreren Abschnitten als innerstädtisches Wohnquartier entwickelt.  Die Hälfte der Wohnungen im 2. und 3. Bauabschnitt wurde über die Wohnraumförderung des Landes finanziert. Entstanden sind zudem Gemeinschaftsräume und Radabstellanlagen (Mittel der Quartiersförderung im Rahmen der Wohnraumförderung).
     

Förderung:

1. Brachflächenentwicklung Westfalia-Fläche

  • 2,6 Mio € Städtebauförderung (+ kommunaler Eigenanteil):Planungen/Wettbewerbe, Aufbereitung von Brachflächen
  • 103 Mio € Private Investitionen: Quartier Ruhr-Aue (ca. 40 Mio €) und Westfalia III (ca. 63 Mio €)

2. Brachflächenentwicklung Bahnhofsumfeld

Wohnprojekt „Alter Steinbruch“ (Mehrgenerationenwohnprojekt)
Bauherr: Herdecker Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (HGWG)
Wohnungsart: Geschosswohnungsbau (nur Mietwohnungen)

  • Wohnungsbauförderung
    1. BA 30 WE (15 WE gefördert 15 WE freifinanziert)
    2. BA 25 WE (14 WE gefördert 11 WE freifinanziert)
    3. BA 20 WE (14 WE gefördert  6 WE freifinanziert)
    2 geförderte Gemeinschaftsräume
     
  • Städtebauförderung (+ kommunaler Eigenanteil)
    560.000 € Aufbereitung von Brachflächen
    ca. 17 Mio. € private Investitionen

3. Aufwertung der Innenstadt

1,131 Mio € Städtebauförderung (+ kommunaler Eigenanteil): Umgestaltung Plätze, Hauptstraße und Fußgängerzone, Öffentlichkeitsbeteiligung und Fahrradstation
 

Förderzeitraum

2005-2014

Weitere Informationen

Mehr zu diesem Förderinstrument:

 

​​​​​​​MHKBG Städtebauförderung